Basedowsche Krankheit

Basedowsche Krankheit

Die Basedowsche-Krankheit ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper Antikörper an den Thyreotropin-Rezeptor anbindet, wodurch die Schilddrüse mehr Hormone als nötig produziert. Das bewirkt, dass sich die Schilddrüse auf das Doppelte vergrößert.

Symptome umfassen erhöhten Herzschlag, Gewichtsverlust, gesteigerten Appetit, Muskelschwäche, Schlafstörungen und Reizbarkeit. Es kann zu hervorquellenden Augen kommen. Da Schilddrüsenhormone die Stoffwechselaktivität des Körpers beeinflussen, sind auch andere Organe betroffen: Haut, Herz, und das Kreislauf-und Nervensystem. Risikofaktoren sind weibliches Geschlecht, andere Autoimmunerkrankungen, Stress, Schwangerschaft und Rauchen.

Betroffen sind bis zu 2% der weiblichen Bevölkerung, Frauen sind sieben bis acht Mal häufiger betroffen als Männer. Der Grund für die Produktion der Autoantikörper ist unbekannt, doch scheint es eine genetische Prädisposition zu geben. Gegenwärtig sind etwa 20 genetische Polymorphismen identifiziert, einschließlich schilddrüsenspezifischer Gene und jener, die die Autoimmunreaktion regulieren. Die Behandlung besteht in der Regel aus Thyreostatika, Radiojod-Therapie und chirurgische Entfernung der Drüse.