Exfoliationsglaukom

Exfoliationsglaukom

Unter Glaukom versteht man eine Gruppe von Augenerkrankungen, die zu Schäden am Sehnerv führen, welcher visuelle Informationen vom Auge zum Gehirn weiterleitet. In vielen Fällen kommt die Schädigung des Sehnervs von einem erhöhten Augendruck, als intraokularer Druck bekannt.

Es gibt verschiedene Arten von Glaukomen, aber ein Exfoliationsglaukom ist die am häufigsten diagnostizierte Ursache. Es wird durch eine Störung verursacht, bei der sich flockiges, weißes Material im Auge ansammelt. Die meisten Menschen haben keine Symptome, bis sie allmählich ihre periphere Sicht verlieren (seitliches Sehen). Etwa 10% der Menschen über 50 zeigen Anzeichen eines Exfoliationsglaukoms, und 8% von ihnen entwickeln ein Glaukom.

Risikofaktoren sind Diabetes, Kurzsichtigkeit, regelmäßiger langfristiger Gebrauch von Steroiden/Cortison, frühere Augenverletzungen, eine Familienvorgeschichte an Glaukomen, extrem hoher oder niedrigen Blutdruck und hoher Augendruck. Genetische Marker, die ein erhöhtes Risiko zeigen, sind identifiziert worden. Eine frühzeitige Diagnose vor der Schädigung des Sehnervs und entsprechende Handhabung des Flüssigkeitsdrucks im Auge mit Medikamenten oder anderen Behandlungen kann helfen, eine Erblindung zu verhindern.